Architekt für Bauantrag

........................................................................................................................................................................................................

Architekten Baugenehmigung Bauantrag Bauvoranfrage

Neben Beratung, Planung und Bauleitung als Gesamtleistung, bieten wir auch die Erstellung von Bauanträgen oder den Antrag auf Nutzungsänderungen als Einzelleistung überregional an.

 

 

 

Grundsätzlich ist für die Errichtung, die Änderung, die Nutzungsänderung oder den Abbruch baulicher Anlagen eine Baugenehmigung erforderlich. Zur Prüfung der Genehmigungsfähigkeit eines Bauvorhabens ist ein Bauantrag bei der Bauaufsichtsbehörde zu stellen.


Wir beraten Sie vor Ort in sämtlichen Baufragen, erstellen den Bauantrag für Ihr Bauvorhaben und begleiten den Genehmigungsprozess bei der zuständigen Behörde.

 

B e r a t u n g   .   B a u a n t r a g   .   B a u l e i t u n g

 Architekt Dipl. Ing. Matthias Warnke

Strüverweg 1A   .   52070 Aachen

Tel. 0177 / 280 35 47   |   info@architekt-fuer-bauantrag.de

 

Zulässigkeit von Bauvorhaben


 

Bauvorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes

 

 

Im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes ist ein Bauvorhaben zulässig, wenn es seinen Festsetzungen nicht widerspricht und die Erschließung bzw. Ver- und Entsorgung gesichert ist.

 

 

Die Errichtung oder Änderung von Wohngebäuden mittlerer und geringer Höhe einschließlich ihrer Nebengebäude und Nebenanlagen bedarf nach § 67 Bauordnung NRW keiner Baugenehmigung, wenn das Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht und weitere Voraussetzungen des § 67 BauO NRW erfüllt sind (sog. Freistellung). Der Bauwillige kann entscheiden, ob er sein Bauvorhaben baugenehmigungsfrei durchführt oder aber einen Bauantrag stellt und somit ein Baugenehmigungsverfahren durchführen lassen will.

 

 

Wenn im Bebauungsplan nichts anderes festgesetzt ist, sind außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen Garagen und Carports sowie Nebenanlagen wie z. B. Gartenhäuschen und Gewächshäuser zulässig. Entscheidungskriterium ist die städtebauliche Ordnung; so werden im Regelfall im Vorgartenbereich keine Garagen, Carports und Nebenanlagen zugelassen!

 

 

Liegt ein Verstoß gegen die Festsetzung eines Bebaungsplanes vor, ist die Erteilung einer Ausnahme oder einer Befreiung unter bestimmten Voraussetzungen (§ 31 BauGB) möglich. Ausnahmen können nach § 31 Abs. 1 BauGB zugelassen werden, wenn sie im Bebauungsplan nach Art und Umfang ausdrücklich vorgesehen sind. Befreiungen von den Festsetzungen eines Bebauungsplanes sind jedoch an strenge Voraussetzungen gebunden. So ist eine Befreiung nur dann möglich, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden und beispielsweise die Abweichung städtebaulich vertretbar ist oder die Durchführung des Bebauungsplanes zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde.

 

Die Zulässigkeit von Art und Maß der baulichen Nutzungen in den im Bebauungsplan festgesetzen Baugebieten regelt sich nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der jeweils geltenden Fassung. In einem allgemeinen Wohngebiet (§ 4 BauNVO 1990) sind beispielsweise Wohngebäude, die der Versorgung des Gebiets dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke zulässig. Ausnahmsweise können Betriebe des Beherbergungsgewerbes, sonstige nicht störende Gewerbebetriebe, Anlagen für Verwaltungen, Gartenbaubetriebe und Tankstellen zugelassen werden.

 

Vorhaben während der Planaufstellung

 

 

 

Vor Durchführung der öffentlichen Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange kann ein Vorhaben zugelassen werden, wenn die übrigen vorgenannten Voraussetzungen vorliegen. Den betroffenen Bürgern und berührten Trägern öffentlicher Belange ist vor Erteilung der Genehmigung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

 

 

 

 

Bauvorhaben im Innenbereich

 

 

Ohne Bebauungs- oder Vorhaben- und Erschließungsplan ist ein Bauvorhaben innerhalb einer im Zusammenhang bebauten Ortslage zulässig, wenn es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Unter einer im Zusammenhang bebauten Ortslage versteht man einen Bebauungskomplex innerhalb einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen baulichen Anlagen ein gewisses Gewicht besitzt und eine organische Siedlungsstruktur aufweist. Das Vorhandensein von nur wenigen Häusern stellt noch keinen Ortsteil dar.

 

 

Für das Einfügen sind folgende Kriterien maßgeblich:

 

  • Art der Nutzung (z. B. Wohnhaus im Wohngebiet)

  • Maß der Nutzung (Zahl der Geschosse, Gebäudehöhe, Ausnutzung des Grundstücks)

  • Bauweise (z. B. Einzel- oder Reihenhausbebauung) und

  • Grundstücksfläche, die überbaut werden soll (Bautiefe und Abstand von der Straße).

 

Vom Erfordernis des Einfügens in die Eigenart der näheren Umgebung kann im Einzelfall abgewichen werden, wenn die Abweichung der Erweiterung, Änderung, Nutzungsänderung oder Erneuerung eines zulässigerweise errichteten Gewerbe- oder Handwerksbetriebes dient, städtebaulich vertretbar ist und auch unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist.

 

Zudem müssen die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse gewahrt bleiben (dies ist z. B. im Einzelfall nachzuweisen, wenn der Bau eines Wohnhauses in unmittelbarer Nähe einer Eisenbahnlinie geplant wird) und das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden. Weitere Zulässigkeitsvoraussetzungen sind, dass durch das Vorhaben keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sind und dass das Einvernehmen der Stadt bzw. Gemeinde vorliegt; diese darf das Einvernehmen aber nur aus städtebaulichen Gründen versagen.

 

 

 

 

Vorhaben im Außenbereich

 

 

Außerhalb der bebauten Ortslage ist das Bauen im Regelfall unzulässig - außer für privilegierte Vorhaben (z. B. Landwirtschaft). Der Gesetzgeber sieht aber auf der Basis des erweiterten Bestandschutzes verschiedene begünstigte Vorhaben vor, die im Einzelfall zugelassen werden können. So sind u.a. angemessene bauliche Erweiterungen vorhandener Wohngebäude im Außenbereich zulässig, wobei im Familienverbund eine zweite Wohnung geschaffen werden darf. Weiterhin ist in den letzten Jahren zur Unterstützung des Strukturwandels in der Landwirtschaft ein rechtlicher Rahmen geschaffen worden, bisher landwirtschaftlich privilegiert genutzte legale Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Nutzungsänderung setzt einen substanziellen Erhalt des Gebäudes voraus. Die äußere Gestalt muss im Wesentlichen erhalten bleiben. Weitere Voraussetzungen für eine derartige Nutzungsänderung sind u.a., dass das Betriebsgebäude vor dem 27.08.1996 errichtet wurde, das Gebäude zum räumlich-funktionalen Zusammenhang der Hofstelle gehört und die Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung nicht länger als sieben Jahre zurückliegt. Diese Kriterien gelten sowohl für eine Nutzungsänderung in Gewerbe als auch in Wohnen, wobei die Anzahl der zusätzlichen Wohnungen beschränkt ist.

 

Im Außenbereich ist auch das Einvernehmen der Stadt bzw. Gemeinde zum Bauvorhaben erforderlich. Bevor aber für ein Bauvorhaben im Außenbereich ein Bauantrag gestellt wird, ist unbedingt eine Bauberatung bei der zuständigen Baugenehmigungsbehörde (Kreis Euskirchen, Stadt Euskirchen, Stadt Mechernich) zu empfehlen!

 

Privilegiert sind beispielsweise Vorhaben, die

 

  • einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen und nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnehmen,

  • einem Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung dienen, 

  • dem Fernmeldewesen, der öffentlichen Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser, der Abwasserwirtschaft oder einem ortsgebundenen gewerblichen Betrieb dienen, 

  • wegen seiner besonderen Umgebung, wegen seiner nachteiligen Wirkung auf die Umgebung oder wegen seiner besonderen Zweckbestimmung nur im Außenbereich ausgeführt werden soll,

  • der energetischen Nutzung von Biomasse im Rahmen eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes, eines Gartenbaubetriebes oder eines Tierhaltungsbetriebes nach §35 Abs.1 Nr.4 BauGB dient. 

  • der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Wind- oder Wasserenergie dienen.

 

 

 

Neben den privilegierten Vorhaben nach § 35 Abs. 1 BauGB sind auch die aus dem Gedanken des Bestandsschutzes heraus entwickelten, sog. teilprivilegierten Vorhaben nach § 35 Abs. 4 BauGB zulässig:

 

  • die Änderung der bisherigen Nutzung eines landwirtschaftlich genutzten Gebäudes unter bestimmten Voraussetzungen auch zu einer Mietwohnung (§ 35 Abs. 4 Nr. 1 BauGB), 

  • die Neuerrichtung eines gleichartigen Wohngebäudes unter bestimmten Voraussetzungen (§ 35 Abs. 4 Nr. 2 BauGB), 

  • die alsbaldige Neuerrichtung eines zulässigerweise errichteten, durch Brand, Naturereignisse oder andere außergewöhnliche Ereignisse zerstörten, gleichartigen Gebäudes an gleicher Stelle (§ 35 Abs. 4 Nr. 3 BauGB), 

  • die Änderung oder Nutzungsänderung von erhaltenswerten, das Bild der Kulturlandschaft prägenden Gebäuden, auch wenn sie aufgegeben sind, wenn das Vorhaben einer zweckmäßigen Verwendung der Gebäude und der Erhaltung des Gestaltwerts dient (§ 35 Abs. 4 Nr. 4 BauGB),

  • die Erweiterung eines Wohngebäudes auf bis zu höchstens zwei Wohnungen unter bestimmten Voraussetzungen (§ 35 Abs. 4 Nr. 5 BauGB)

  • die bauliche Erweiterung eines zulässigerweise errichteten gewerblichen Betriebes, wenn die Erweiterung im Verhältnis zum vorhandenen Gebäude und Betrieb angemessen ist (§ 35 Abs. 4 Nr. 6 BauGB).

 

 

 

Bauantragsformulare zum Download


Download
Baugenehmigungsverfahren § 65 BauO NRW 2018
Anlage_I_1_-_Baugenehmigungsverfahren_01
Adobe Acrobat Dokument 564.7 KB

Download
Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren § 64 BauO NRW 2018
Anlage_I_2_-_Vereinfachtes_Baugenehmigun
Adobe Acrobat Dokument 774.8 KB

Download
Referentielles Baugenehmigungsverfahren § 66 BauO NRW 2018
Anlage_I_2.1_-_Referentielle_Baugenehmig
Adobe Acrobat Dokument 1.0 MB

Download
Befristete Nutzungsänderung § 64 Absatz 2 BauO NRW 2018
Anlage_I_2.2_-_Nutzungsaenderungsanzeige
Adobe Acrobat Dokument 661.7 KB

Download
Genehmigungsfreistellung § 63 BauO NRW 2018
Anlage_I_3_-_Genehmigungsfreistellung_01
Adobe Acrobat Dokument 387.2 KB

Download
Werbeanlage
Anlage_I_4_-_Werbeanlage_01_22.pdf
Adobe Acrobat Dokument 983.8 KB

Download
Grundstücksteilung / Negativzeugnis
Anlage_I_5_-_Grundstuecksteilung_01_22.p
Adobe Acrobat Dokument 799.9 KB

Download
Anzeige der vollständigen Beseitigung von Anlagen
Anlage_I_6_-_Beseitigung_von_Anlagen_01_
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Download
Genehmigung der vollständigen Beseitigung
Anlage_I_6.1_-_Genehmigung_der_vollstaen
Adobe Acrobat Dokument 264.9 KB

Download
Baubeschreibung
Anlage_I_7_-_Baubeschreibung_01_22.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.2 MB

Download
Betriebsbeschreibung für gewerbliche Anlagen
Anlage_I_8_-_Betriebsbeschreibung_gewerb
Adobe Acrobat Dokument 944.3 KB

Download
Betriebsbeschreibung für land- und forstwirtschaftliche Vorhaben
Anlage_I_8_-_Betriebsbeschreibung_gewerb
Adobe Acrobat Dokument 944.3 KB

Download
Antrag auf Abweichung, Ausnahme und Befreiung § 69 BauO NRW 2018
Anlage_I_10_-_Antrag_auf_Abweichung_01_2
Adobe Acrobat Dokument 195.1 KB

Download
Merkblatt zur gesetzlichen Gebäudeeinmessungspflicht
Anlage_I_11_-_Merkblatt_01_22.pdf
Adobe Acrobat Dokument 289.5 KB

In der Städteregion Aachen: Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg (Rhld.) und Würselen,

…............................................................................................................................................................ 

Der Kreis Heinsberg:

Städte:   Erkelenz, Geilenkirchen, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg, Wegberg, Gemeinden: Gangelt, Selfkant, Waldfeucht, 

 …...........................................................................................................................................................

Der Kreis Düren: 

Städte: Düren, Heimbach, Jülich, Linnich, Nideggen, Gemeinden, Aldenhoven, Hürtgenwald, Inden,  Kreuzau, Langerwehe, Merzenich, Niederzier, Nörvenich, Titz, Vettweiß,

..........................................

Rhein-Erft-Kreis: Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Wesseling

 .............................................

Der Rhein-Kreis Neuss: Rommerskirchen, Neuss, Meerbusch, Korschenbroich, KaarstJüchen, Grevenbroich, Dormagen

…..................................................................

Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf, Krefeld, Bonn

….............................................

Der Kreis Viersen: Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst, Viersen, Willich

…................................................

Der Kreis Kleve:Weeze, Wachtendonk, Uedem, Straelen, Rheurdt, Rees, Kranenburg, Kleve Kevelaer, Kerken, Kalkar, Issum, Goch, Geldern, Emmerich am Rhein, Bedburg-Hau

….....................................................

Der Kreis Euskirchen:

Zülpich, Weilerswist, Schleiden, Nettersheim Mechernich, Kall, Hellenthal, Euskirchen, Dahlem, Blankenheim, Bad Münstereifel

….........................................................................

Der Rhein-Sieg-Kreis: Windeck, Wachtberg, Troisdorf, Swisttal, Siegburg, Sankt Augustin, Ruppichteroth, Rheinbach, Niederkassel, Neunkirchen-Seelscheid, Much, Meckenheim, Lohmar, Königswinter, Hennef (Sieg), Eitorf, Bornheim, Bad Honnef, Alfter